Ziel

  Der „Idealistische Denkerkreis“ ist eine internationale Gruppe von Philosophen und Intellektuellen, die die Auffassung vertreten, dass die Möglichkeit des empirischen Bewusstseins (d. i. das Ganze der Vorstellungen, die uns als wahr oder gegeben erscheinen) sich ausschließlich durch die Tätigkeit der Intelligenz erklären lässt. Diese Denker bezweifeln nicht, dass der empirischen Erfahrung eine Realität entspricht, d. i. dass sie als real zu bezeichnen ist; sondern sie behauptet ganz im Gegenteil, dass wir die Realität der empirischen Erfahrung gar nicht annehmen könnten, wenn es noch außer der Tätigkeit der Intelligenz eine weitere Wirklichkeit gäbe.

  Das Hauptziel dieser Gruppe ist die heutzutage gefährdete Philosophie der idealistischen Tradition zu übernehmen und lebendig im starken Sinne (dynamisch) zu erhalten. Dieses Ziel erreicht sie, indem sie folgendes tut:

  Erstens soll der idealistische Denkerkreis die Autoren der idealistischen Tradition gegen die Versuche der Materialisten sich die Philosophie dieser Autoren zu eignen und zu scheuern verteidigen. Als „Materialist“ wird derjenige Denker bezeichnet, der demzufolge die Möglichkeit der empirischen Vorstellung von einer von der Intelligenz unabhängigen Wirklichkeit bedingt ist. Früher haben sich die Materialisten damit vergnügt, die Idealisten zu verspotten. Das war bedauerlich und verächtlich, aber es konnte dem Idealismus nur wenig schaden. Heutzutage genügt es aber nicht mehr, das Benehmen der Materialisten gegenüber dem Idealismus zu ignorieren. Idealismus wird jetzt nicht mehr einfach von den Materialisten verspottet, sondern es wird nun geleugnet, dass Idealismus je existiert hat. Durch neue Auslegungen der Philosophen, die traditionell als Idealisten gelten, versuchen die Materialisten die Auffassung zu verbreiten, dass es Idealisten im starken Sinne eigentlich nie gegeben hat. Diese Auffassungen müssen bekämpft und widerlegt werden.

  Zweitens soll der idealistische Denkerkreis die idealistische Philosophie als eine aktuelle, gültige und stichhaltige Denkweise darstellen. Er sammelt also zum Einen alle Argumente, die gegen dieser Philosophie eingewendet werden können, wie z. B. die Einwendungen der Sprachanalytische Philosophie, und entwaffnet und neutralisiert sie. Zum Anderen zeigt er, inwiefern mehrere Phänomene ausschließlich auf Grund idealistischer Prinzipien zu erklären sind, oder dass sie diese Prinzipien implizieren. Er bringt auch ins Licht, dass wichtige Paradoxa, auf den die Zeitgenössische Wissenschaft stößt, lediglich durch einen idealistischen Ansatz zu lösen sind.1

Drittens soll der idealistische Denkerkreis die idealistische Denkweise fördern und verbreiten. Das geschieht, indem er eine Zeitschrift und eine Webseite veröffentlicht, in welcher die idealistische Denkweise vertreten und verteidigt werden wird; und indem er Kolloquien, Seminaren und Kongressen organisiert, wo die Resultaten der idealistischen Forschung dargestellt und debattiert werden.

1 Hier sind wissenschaftliche Theorien, deren Postulate die idealistische Hypothese implizieren oder implizieren könnten: die psychoanalytische Theorie des Unbewusstes; die Quantenmechanik; Einsteins Relativitätstheorie; die neurologische Theorie des Selbstbewusstsein; die Urknalltheorie.

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